CBD, CBG und CBDV bei Cannabissamen: Nahaufnahme einer harzigen Blüte mit orangefarbenen Blütenfäden.

CBD, CBG und CBDV bei Cannabissamen: Was ist der Unterschied?

CBD, CBG und CBDV sind drei verschiedene Cannabinoide der Cannabispflanze. CBD steht für Cannabidiol, CBG für Cannabigerol und CBDV für Cannabidivarin. Wenn diese Kürzel bei Cannabissamen auftauchen, geht es vor allem um das Cannabinoidprofil, auf das die jeweilige Genetik gezüchtet oder selektiert wurde.

Dabei gilt: CBG ist nicht einfach eine andere Form von CBD – und CBDV ist auch kein „stärkeres CBD“. Alle drei sind eigenständige Cannabinoide. Für die Sortenauswahl solltest du deshalb immer prüfen, welcher Stoff bei der konkreten Genetik tatsächlich im Vordergrund steht.

Kurz gesagt: CBD, CBG und CBDV sind unterschiedliche Cannabinoide. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Kürzel im Sortennamen, sondern welche Cannabinoidwerte der Breeder für die konkrete Genetik angibt.

CBD, CBG und CBDV im direkten Vergleich

CBD, CBG und CBDV: Junge Cannabisblüte mit zahlreichen weißen Blütenfäden und schmalen Blättern.

Für den Anfang reicht diese einfache Einordnung:

Cannabinoid Ausgeschrieben Was du wissen solltest
CBD Cannabidiol häufigstes Ziel klassischer CBD-reicher Genetiken
CBG Cannabigerol eigenständiges Cannabinoid; seine Vorstufe CBGA spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung anderer Cannabinoide
CBDV Cannabidivarin eng mit CBD verwandt, chemisch aber ein eigenes Cannabinoid

Die Namen klingen ähnlich, beschreiben aber nicht dasselbe. Eine Sorte mit viel CBD muss zum Beispiel nicht automatisch viel CBDV enthalten. Und eine CBG-reiche Genetik ist nicht einfach eine CBD-Sorte mit einem anderen Namen.

Was ist CBD?

CBD, CBG und CBDV: Infografik erklärt CBD als Cannabidiol und zeigt Cannabisblüte mit Fächerblatt.

CBD steht für Cannabidiol und ist das bekannteste der drei Cannabinoide.

Bei einer CBD-reichen oder CBD-dominanten Sorte steht Cannabidiol im Cannabinoidprofil besonders stark im Vordergrund.

Wie viel CBD tatsächlich angegeben wird, unterscheidet sich aber von Genetik zu Genetik. Dasselbe gilt für THC.

Deshalb ist eine Bezeichnung wie „CBD-reich“ nur der erste Hinweis. Für einen echten Vergleich solltest du immer auch die konkreten CBD- und THC-Werte ansehen.

Wenn du verstehen möchtest, wie diese beiden Werte zusammenhängen, findest du im Guide zum CBD:THC-Verhältnis eine einfache Erklärung.

Was ist CBG?

CBD, CBG und CBDV: Infografik erklärt CBG und CBGA als Ausgangsverbindung für verschiedene Cannabinoide.

CBG steht für Cannabigerol und ist ein eigenständiges Cannabinoid.

Vielleicht bist du schon über die Bezeichnung „Mutter aller Cannabinoide“ gestolpert. Sie wird häufig für CBG verwendet, ist aber etwas vereinfacht.

Genauer wäre: CBGA – Cannabigerolsäure – ist eine wichtige Ausgangsverbindung bei der Bildung mehrerer Cannabinoide.

Aus CBGA können in der Pflanze unter anderem Vorstufen von CBD und THC entstehen. CBG selbst entsteht, wenn CBGA in seine neutrale Form übergeht.

Oft gelesen: „CBG ist die Mutter aller Cannabinoide“
Genauer: CBGA ist eine wichtige biosynthetische Ausgangsverbindung.

Für die Auswahl von Samen musst du daraus keine Chemieprüfung machen.

Wichtiger ist: Eine CBG-reiche Sorte ist eine eigene genetische Ausrichtung. Wenn du gezielt CBG suchst, sollte der Breeder auch ausdrücklich CBG beziehungsweise eine CBG-reiche Genetik angeben.

Was ist CBDV?

CBDV steht für Cannabidivarin. Es ist eng mit CBD verwandt, aber nicht dasselbe Cannabinoid.

Für den Sortenvergleich ist vor allem wichtig: CBDV 5 % bedeutet nicht CBD 5 %.

Und es bedeutet auch nicht CBD:THC 5:1. Das sind unterschiedliche Angaben.

Wenn du gezielt nach CBDV suchst, sollte deshalb auch wirklich CBDV in den Daten der konkreten Genetik auftauchen. Ein hoher CBD-Wert allein reicht dafür nicht.

Ist CBG eine Vorstufe von CBD?

CBD, CBG und CBDV: Junge Cannabisblüten mit hellen Blütenfäden und violett beleuchteten Blättern.

Nicht CBG selbst ist die direkte Vorstufe von CBD. Entscheidend ist CBGA.

Vereinfacht kannst du es dir so vorstellen:

CBGA → CBDA → CBD

und über einen anderen Weg:

CBGA → THCA → THC

CBG entsteht ebenfalls aus CBGA.

Für dich als Käufer ist vor allem dieser Punkt relevant: CBG-reiche Genetiken sind nicht einfach CBD-Sorten in einem früheren Entwicklungsstadium. Sie wurden gezielt auf ein anderes Cannabinoidprofil selektiert.

Was bedeuten CBG Samen und CBDV Samen?

CBD, CBG und CBDV: Mehrere harzige Cannabisblüten mit orangefarbenen Blütenfäden und grünen Blättern.

Die Begriffe beschreiben das erwartete Cannabinoidprofil der späteren Pflanze – nicht den Cannabinoidgehalt des Samens selbst.

Bei CBG-Samen solltest du deshalb prüfen, ob der Breeder CBG ausdrücklich nennt, welche Werte angegeben werden und wie hoch der THC-Wert ist.

Bei CBDV-Samen gilt dasselbe.

Das Kürzel im Produktnamen ist also nur der Einstieg. Die Daten der konkreten Sorte sind wichtiger als das Label.

Können CBD, CBG und CBDV zusammen vorkommen?

Ja. Eine Cannabispflanze kann mehrere Cannabinoide gleichzeitig bilden.

Eine CBG-reiche Sorte muss nicht ausschließlich CBG enthalten. Eine CBDV-Genetik kann zusätzlich CBD oder andere Cannabinoide aufweisen.

Deshalb bedeutet CBG-Sorte nicht nur CBG und CBDV-Sorte nicht nur CBDV.

Für einen sinnvollen Vergleich solltest du immer das gesamte angegebene Cannabinoidprofil anschauen.

Sind CBD und CBDV dasselbe?

CBD, CBG und CBDV: Mehrere stark mit Trichomen bedeckte Cannabisblüten und dunkelgrüne Zuckerblätter.

Nein. CBD und CBDV sind verwandte, aber unterschiedliche Cannabinoide.

  • CBD = Cannabidiol
  • CBDV = Cannabidivarin

Aus einem hohen CBD-Wert lässt sich deshalb kein hoher CBDV-Wert ableiten.

Wenn du gezielt CBDV möchtest, sollte die konkrete Genetik auch als CBDV-reich beziehungsweise CBDV-fokussiert beschrieben sein.

Machen CBD, CBG oder CBDV high?

CBD, CBG und CBDV sind nicht für das typische THC-High bekannt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass alle drei Cannabinoide identisch sind oder dass man aus dem Kürzel im Sortennamen zuverlässig eine bestimmte Wirkung ableiten kann.

Gerade CBG und CBDV sind weniger umfassend erforscht als CBD.

Für den Samenvergleich ist deshalb diese Frage hilfreicher: Welches Cannabinoidprofil nennt der Breeder für die konkrete Genetik?

Was solltest du bei CBG- und CBDV-Samen vergleichen?

  1. Hauptcannabinoid prüfen: Ist die Sorte tatsächlich auf CBD, CBG oder CBDV ausgerichtet?
  2. Konkrete Werte ansehen: Nennt der Breeder einen Prozentwert, einen Bereich oder nur eine allgemeine Bezeichnung?
  3. THC nicht vergessen: Ein hoher CBG- oder CBDV-Wert bedeutet nicht automatisch THC-frei.
  4. Weitere Cannabinoide mitlesen: Manche Genetiken enthalten mehrere relevante Cannabinoide.
  5. Exakte Variante prüfen: Autoflower und photoperiodische Versionen können unterschiedliche Werte haben.
  6. Blütetyp separat betrachten: Autoflowering, photoperiodisch und feminisiert beschreiben andere Eigenschaften als CBD, CBG oder CBDV.

Hauptcannabinoid → konkrete Werte → THC → exakte Variante

Welches Cannabinoidprofil passt zu deiner Auswahl?

Du suchst CBD-reiche Genetiken

Dann sind CBD-Wert, THC-Wert und gegebenenfalls das CBD:THC-Verhältnis die wichtigsten Angaben.

In der CBD-Samen-Collection kannst du entsprechende Genetiken nach mehreren Merkmalen eingrenzen.

Du interessierst dich speziell für CBG

Dann sollte die konkrete Sorte ausdrücklich als CBG-reich beschrieben sein. Achte dabei stärker auf die Breeder-Daten als auf den Produktnamen allein.

Du suchst gezielt CBDV

Dann prüfe, ob CBDV für die exakte Genetik tatsächlich angegeben wird und welche weiteren Cannabinoide zum Profil gehören.

Wenn du verschiedene Eigenschaften gleichzeitig kombinieren möchtest, hilft dir zusätzlich der MySeeds Cannabis Seedfinder.

CBD, CBG und CBDV: Das solltest du dir merken

CBD, CBG und CBDV sind drei eigenständige Cannabinoide.

CBD steht für Cannabidiol.

CBG steht für Cannabigerol. Bei der bekannten Aussage von der „Mutter aller Cannabinoide“ ist genauer gesagt CBGA die wichtige Ausgangsverbindung.

CBDV steht für Cannabidivarin und ist eng mit CBD verwandt, aber nicht dasselbe.

Beim Vergleich von Samen ist deshalb diese Reihenfolge am hilfreichsten:

Hauptcannabinoid → konkrete Cannabinoidwerte → THC → exakte Genetik → Blütetyp

So erkennst du schneller, was eine Sorte tatsächlich auszeichnet – ohne dich nur auf ein Kürzel im Namen zu verlassen.

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